Bildung bleibt immer eine Herausforderung
Digitale Lehr- und Lernstrategien im Präsenzunterricht und im Homeschooling

Es verwundert nicht, dass seit Ausbruch der Corona Pandemie die Diskussion über Digitale Bildung wieder so an Aktualität gewonnen hat.
Dabei hat die gegenwärtige Situation der Corona Pandemie offensichtlich vielen Bildungseinrichtungen die Grenzen ihres Tuns aufgezeigt, schulisches Lehren und Lernen mit Hilfe digitaler Medien effektiv auszurichten.

Homeschooling bedeutet den Präsenzunterricht im bisherigen Sinne zu ergänzen bzw. aufzugeben und die Lehr- und Lerninhalte den besonderen neuen Lernumgebungen anzupassen.
Das ist in den vergangenen Monaten vielerorts gut, an vielen anderen Orten jedoch nur ungenügend gelungen.

Seit Wochen laufen in den bundesdeutschen Ländern die Diskussionen zu Fragen von Hygieneplänen und Maskenpflicht im Hinblick auf den wieder aufzunehmenden Präsenzunterricht an den Schulen.

Wir sollten jedoch nicht den Blick verlieren bezüglich der dringenden Fragen von Inhalten und Organisation eines möglichen parallel
laufenden Homeschoolings, denn wir müssen dafür Sorge tragen, dass Lehrerinnen und Schülerinnen aufgrund von Vorerkrankungen am schulischen Geschehen aktiv teilnehmen, sei es im parallel laufenden Homeschooling oder bei hoffentlich nicht eintretenden erneuten Schulschließungen.

Ein kurzer Leitfaden zur digitalen Bildung
Ende 2016 hat die Kultusministerkonferenz der deutschen Bundesländer die Richtlinien dafür gegeben, wie schulische Bildung in den kommenden Jahren auszurichten ist. Darin verpflichten sich die Länder, dafür Sorge zu tragen, dass alle Schüler*innen, die zum Schuljahr 2018/2019 in die Grundschule eingeschult werden oder in die Sekundarstufe I eintreten, bis zum Ende der Pflichtschulzeit die in diesem Rahmen formulierten Kompetenzen erwerben können.
Eine weitere Rahmenbedingung erkennen wir in dem bundesweit formulierten Digitalpakt, der dafür sorgen soll, dass sich Bildung und Schule in diesem Sinne entwickeln kann.

Es wird niemand bestreiten, dass diese beiden Ansätze in den Bundesländern unterschiedlich weit entwickelt sind.

Wir benötigen in Zukunft digitales Unterrichten, im Präsenzunterricht und im Homeschooling.
Somit müssen sich inhaltlich und methodisch Lehr- und Lernprozesse ändern und neu orientieren. Wir sprechen auch davon, dass analoge Prozesse in digitale Prozesse umgewandelt werden.
Wissensvermittlung, Leistungsmessung, Kommunikation und Feedbackkultur bleiben dabei die Grundelemente schulischen Unterrichts.
Ändern müssen sich dabei jedoch auch die Rollenverständnisse der Lehrenden und von Lernenden.
Digitaler Medien sind Voraussetzung einer Neuorientierung, sie sind jedoch lediglich die Werkzeuge.

Das Prinzip der digitalen Tools
Offline ausgelegte Applikationen sind für den Präsenzunterricht ebenso wichtig wie entsprechende Online-Tools.
Digitale Tools sind technisch komplexer als traditionelle Lehrbücher. Daher ist für die Nutzung solcher Tools eine Schulungsstruktur unabdingbar. Wir müssen uns bewusst sein, dass es nicht damit getan ist, Lehrenden und Lernenden diese Tools zur Verfügung zu stellen, vielmehr bedarf die Nutzung solcher Tools einer Schulung, und zwar technisch, inhaltlich und pädagogisch.
Es ist beispielsweise Schulklassen einfach mit iPads auszustatten nur ergiebig, wenn Lehrende und Lernende in Schulungsworkshops den Sinn des Einsatzes erkennen und diese digitalen Medien auch beherrschen.
Hinzu kommt, dass Online-Tools in der Anwendung nur sinnvoll sein können, wenn ein entsprechender notwendiger Breitbandausbau zur Verfügung steht.
Mit den technischen Schulungen einhergehen müssen Schulungen im Sinne eines „Umbaus der Didaktik“.
Digitales Lehren kann nicht allein darin bestehen, Arbeitsblätter einzuscannen, E-Mails mit neuen Aufgaben zu verschicken und Präsentationen abzufilmen. Digitales Lehren muss inhaltlich, methodisch und pädagogisch so ausgerichtet sein, dass Lehrende Möglichkeiten finden, dem einzelnen Lernenden und der Gruppe der Lernenden die Lernanstöße zu geben, die motivieren, die Lehrende und Lernende über die beim Homeschooling räumlich gegebene Distanz zur Auseinandersetzung anregen, um Unterricht sinnvoll zu gestalten und vor allem um Lernzuwächse bei Lernenden erreichen zu können.Zukünftige Lehrplanausrichtungen, Fragen des Austausches in und zwischen den schulischen Fächern, Methodenmodifikationen der Wissensvermittlung, neue Strategien von Lehren und Lernen, Leistungsmessung und Leistungsbeurteilung sind als die wesentlichen Aspekte zu betrachten.
Es gibt Erfahrungen von Schulen, bei denen nur ein relativ geringer Anteil von Lehrenden und Lernenden Schulportale nutzt und als sinnvoll ansieht, sicherlich auch von der Angst geprägt, diese entsprechenden Tools technisch nicht beherrschen zu können.
Solche Ungleichgewichte zwischen Befürwortern und sogenannten Gegnern in der Zu- und Anwendung digitaler Tools hemmen Schulentwicklung.

Medienbildungskompetenz – ein gutes Fortbildungswerkzeug im Sinne digitaler Bildungsstrategie
Seit vielen Jahren verfolgen wir mit unseren Fortbildungen medienpädagogische Aspekte hinsichtlich der Verknüpfung von schulischem Lehren und Lernen.

Dazu möchten wir Sie auf unserFortbildungsangebot „Medienbildungskompetenz“ aufmerksam machen.

Akkreditiertes Fortbildungs- und Qualifizierungsangebot der Hessischen Lehrkräfteakademie für hessische Lehrkräfte

Medienbildungskompetenz der Lehrkräfte
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Thema: Portfolio Medienbildungskompetenz – Medienbildung in Schule und Unterricht
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Bei Interesse senden wir Ihnen gern unser Fortbildungsprogramm zu.

Vor der Anmeldung bei unserem Fortbildungs- und Qualifikationsangebot bei der Hessischen Lehrkräfteakademie nehmen Sie bitte Kontakt mit uns per Emailanfrage unter
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